Meine Learnings aus dem intensiven Jahr 2020

Die letzten Monate waren für mich sehr aufregend. Es sind viele außergewöhnliche Dinge passiert, die es so bisher in meinem Leben nicht gab. In diesem Blog will ich dir hiermit auf den Punkt zusammengefasst die wichtigsten Botschaften weitergeben, die ich für mich daraus gezogen habe. Egal, ob du dich eher für Gesundheit, für Berufliches oder Zwischenmenschliches interessierst, hier wird jeder etwas finden, das er für sein eigenes Leben umsetzen kann.

 

Learning Nr. 1)

 

Sei gut organisiert, speichere dir Dinge ein und schreibe dir To-Do-Listen!

 

Mit einem ganz pragmatischen Tipp startet mein Blog. Ich befinde mich in meinem Hauptberuf als Redakteur seit Mitte März im Homeoffice. Außerdem waren viele Kleinigkeiten im Vorfeld meiner Hochzeit, die am 8. August stattfand, zu tun. Hinzu kommen die üblichen Aufgaben des Alltags. Ich kann dir nur dringend raten, ein System in deine Aufgaben zu bringen. Wenn ich etwas im Kopf habe, und wenn es nur eine Idee oder eine kleine Aufgabe ist, nehme ich inzwischen sofort mein Handy zur Hand und speichere mir für einen bestimmten Tag diese Aufgabe ab. Seit einigen Wochen schreibe ich nun jeden Morgen nach dem Aufstehen eine To-Do-Liste auf einen kleinen Zettel, um meine Aufgaben und Gedanken zu sortieren. Das klingt alles nach einem simplen Tipp, ist aber von großer Bedeutung. Man kann nicht alles im Kopf behalten und man muss dies auch nicht. Und alles, was du aufgeschrieben oder abgespeichert hast, ist erst einmal raus aus dem Kopf und es belastet dich gedanklich nicht mehr so stark.

 

Gerade in Zeiten, wo mit Hochzeit, Homeoffice und Hausumbau (wir werden Ende des Jahres innerhalb von Velen umziehen) viele verschiedene Dinge anstehen, ist es noch wichtiger, ein System in deine Aufgaben zu bringen. Mit Hilfe einfacher Listen oder Zettel bringst du auch immer wieder eine Gewichtung in deine Prioritäten. Auch das hilft, sich nicht in zu vielen To-Do-Punkten zu verzetteln. Also kann ich dir nur raten, gut organisiert zu sein und so viel wie möglich - am besten alles - in irgendeiner Form aufzuschreiben oder im Handy zu speichern.  Und ein heißer Tipp zum Abschluss: Noch wichtiger ist natürlich, die Listen dann auch tatsächlich abzuarbeiten. Macht glücklich! :-)

Learning Nr. 2)

 

Sei gesundeitlich (und auch sonst) gut vorbereitet!

 

Wenn uns die Corona-Zeit eine Botschaft lehrt, dann ist es doch, gut auf widrige Umstände vorbereitet zu sein, oder? Nie war es wichtiger, gesundheitlich gut aufgestellt zu sein und sozusagen Reserven geschaffen zu haben.

Gewinner tun jeden Tag etwas für ihre Gesundheit, und wenn es nur eine paar kleine Gewohnheiten sind. Ich habe in meinem Leben einige Rituale installiert, die mir helfen, nahezu immer körperlich gesund zu bleiben. Dazu zählen bei mir z.B. ein gutes Morgenritual mit viel frischer Luft, Wasser, einem hochwertigen Vitamindrink und ein wenig Bewegung auf meinem Trampolin (Geheimtipp!). Regelmäßige Spaziergänge, Radtouren, Fitness und auch gesunde Ernährung sind schon seit längerem fester Bestandteil meines Lebens. Und seit Corona noch stärker. Ich muss immer schmunzeln, wenn ich höre, dass viele Leute seit Corona und Homeoffice noch ungesünder leben oder sich weniger bewegen. Bei mir ist genau das Gegenteil der Fall, auch deshalb, weil ich nun zuhause noch mehr zeitliche und räumliche Flexibilität habe, meine Gesundheitsgewohnheiten durchzuführen.

 

Eine sogenannte Krise ist nämlich immer das, was man daraus macht! Glaube bitte nicht blind die Panikmache, die zum Beispiel von großen Boulevardmedien geschnürt wird. Am gefährlichsten ist nicht dieses Virus, sondern die Angst davor und wenn wir selbst schlecht darauf vorbereitet sind. Ja, ich glaube auch, dass es diesen Virus wirklich gibt und dass wir keiner Verschwörungstheorie/Lüge aufliegen. Ich weiß aber auch, dass es ziemlich einfach ist, dagegen gewappnet zu sein, wenn man sich einmal ein paar gute Gewohnheiten aufgebaut hat. Gesunde Ernährung oder eine gute körperliche Fitness sind kein Hexenwerk! Wenn ich dir da ein paar individuelle Tipps zu bestimmten Gesundheitsthemen geben kann, schreibe mich gerne unter den Kontaktdaten an, die du hier auf der Homepage findest.

Learning Nr. 3)

 

Stelle dich unangenehmen Gesprächen - das entscheidet maßgeblich über deine Lebensqualität

 

Die ganze Hochzeitsvorbereitung brachte für mich einige unangenehme Gespräche mit sich. Ich hatte nämlich in meinem Umfeld durch missverständliche und blöde Aussagen für etwas schlechte Stimmung gesorgt. Das war niemals so beabsichtigt, aber ich wusste genau, dass ich mich für mein Vorgehen entschuldigen musste, um die Wogen wieder zu glätten.

 

Nun war das auch für mich eine gewisse Überwindung, mich bei den betreffenden Personen zu melden, auch wenn ich inzwischen durchaus ein ziemlich mutiger und selbstbewusster Typ bin. Tagelang habe ich überlegt, wie ich es sagen soll und habe vor allem darüber nachgedacht, wie das Gegenüber wohl reagiert. Kennst du das? Man malt sich die wildesten Dinge aus, die passieren könnten, und meistens geht man von einer negativen Reaktion aus. Dass z.B. der andere noch sauer ist und einem nicht verzeiht. Was ja im Grunde in 99% der Fälle nicht eintritt.

 

In den Tagen vor diesen Gesprächen - ich war dort psychisch ziemlich angeschlagen - ging es mir recht schlecht. Ich habe dann teilweise versucht, mich mit Unternehmungen oder irgendwelchen Entspannungstechniken wie Meditation etwas abzulenken. Doch nichts davon half mir wirklich. Außerdem wirkte sich meine angespannte Stimmung natürlich auch stark auf meine Liebesbeziehung mit Caro aus. Es war einfach eine saublöde Situation.

 

Meine Kernbotschaft: In diesen Phasen ist es viel viel wichtiger, dass du dich endlich diesen unangenehmen Gesprächen stellst, anstatt dich abzulenken. Nichts gegen meditieren oder spazierengehen, das sind schöne Gewohnheiten, löst aber in dem Moment nicht das Problem! Wenn wichtige Gespräche noch ausstehen, kannst du dich dumm und dusselig meditieren, du wirst innerlich immer irgendwie angespannt bleiben!

 

Einige Tage nach meinem Lapsus habe ich dann auch die entsprechenden Gespräche geführt und "überraschenderweise" hat niemand sauer rumgebrüllt und das kleine Missverständnis war recht schnell aus der Welt geräumt. Und siehe da: Ich war in meinem restlichen Leben auf einmal wieder viel entspannter und befreiter, konnte besser schlafen und auch die Stimmung zuhause hat sich wieder massiv verbessert. Realisiere einfach, dass diese Gespräche zum Leben dazu gehören und maßgeblich über deine Lebensqualität entscheiden! Das Leben meint es diesen Momenten gut mit dir und will, dass du dich weiterentwickelst! Und noch ein wichtiger Hinweis: Übernehme du die Initiative und spreche du aktiv die Leute an. Wenn du darauf wartest, dass der andere sich meldet, dann passiert meistens eh nichts! Und kläre solche wichtigen Dinge immer persönlich ab oder zumindest telefonisch - NIE in Schriftform! Eins meiner Haupt-Learnings aus dem Jahr 2020.

Learning Nr. 4)

 

Liebe deinen (Berufs)Alltag mehr als deine Urlaubszeiten!

 

Mit diesem wichtigen Impuls will ich meinen inhaltsstarken Blog abschließen. Es war alles so wahnsinnig aufregend in diesem Sommer. Die aufregende Hochzeitsvorbereitung inklusive unbequemer Gespräche, diese ganzen neuen Umstände aufgrund der Corona-Zeit, nach der Hochzeit haben wir noch unsere Flitterwochen in Oberstdort verbracht.

Alles total schöne Dinge. Aber ich merkte irgendwann in der letzten Urlaubswoche, dass ich mich doch wieder sehr auf meinen "Alltag" mit meinem Beruf und geregelten zeitlichen Abläufen freue. So viele positive Eindrücke, so viele Geschenke und Aufmerksamkeiten zur Hochzeit, so viele Menschen, mit denen man in den vergangenen Wochen und Monaten zu tun hatte. Dazu dann noch die unzähligen neuen Eindrücke im Urlaub in den Bergen. Irgendwann sagte mir mein Kopf sinngemäß "Kannst du mal bitte wieder ein paar normale, alltägliche Dinge erleben, Alex?". Ich brauche meinen Alltag mit meinem schönen Beruf als Redakteur, mit meinen üblichen Abläufen zuhause in meiner vertrauten Umgebung.

 

Klar mache ich auch gerne Urlaub, aber ich lege noch größeren Wert darauf, mir einen schönen Alltag aufzubauen. Das kann ich dir auch nur dringend empfehlen! Bei vielen Leuten ist es nämlich so, dass sie ihren Urlaub sorgfältiger planen als ihr Leben!

 

Klar, auch ein Urlaub sollte geplant und dann genossen werden, aber es ist doch viel wichtiger, dass du dir ein Leben mit einem Beruf aufbaust, auf den du dich wieder freust! Du hast vielleicht 6 Wochen Urlaub im Jahr. Bleiben immer noch 46 "normale" Wochen mit Arbeitsalltag. Alleine zeitlich ist es doch insofern viel wichtiger, sich einen glücklichen Alltag aufzubauen. Klar, das geht nicht immer von heute auf morgen, ist aber langfristig immer möglich, wenn man dieses Thema endlich anpackt. Der Begriff "Work-Life-Balance" ist insofern totaler Quatsch. Es gilt nicht, irgendetwas auszubalancieren oder auszugleichen, sondern sich ein glückliches Leben aufzubauen. Du kannst nicht 46 unglückliche Alltagswochen ohne berufliche Erfüllung mit 6 Wochen Urlaub "ausgleichen".

 

Ich hoffe, du hast dieses wichtige Learning bereits erkannt und in deinem Leben umgesetzt.

 

Nun hast du viele wichtige Learnings aus meinem Jahr erfahren. Was ziehst du aus dieser Corona-Zeit? Schreibe gerne einen Kommentar unter diesen Blog und lass uns an deinen Erfahrungen teilhaben.

 

Dein Alexander Bitting

Buchautor und Coach im Bereich Persönlichkeitsentwicklung

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Kommentare: 1
  • #1

    Marcel Zimmermann (Dienstag, 08 September 2020 18:59)

    Toller Beitrag Alex, viele Dinge sind echt nachdenkenswert�

    Mein größtes Learning in der Zeit mit Corona möchte ich euch auch kurz mitgeben und lautet: *Konzentriere Dich auf Chancen anstatt auf Probleme!*

    Wie sieht das bei Dir aus? Siehst du in der jetzigen Zeit eine Chance? Eine Chance um eventuell deinen Alltag zu verändern, neue Gewohnheiten aufzubauen die dich deinen Zielen näher bringen oder regst du dich über dein Homeoffice auf und welche Hürden du zu bewältigen hast. Ein erfolgreicher Mann sagte mal: "Gewinner werden in Krisen geboren."

    Meiner Meinung nach ist die jetzige Zeit für viele Menschen eine große Chance um sich bewusst zu werden wo man im Leben hin möchte. Welche finanziellen, beruflichen und gesundheitlichen Ziele man erreichen möchte. Wo die Partnerschaft hingehen soll. Was einen glücklich macht.

    Fitte Grüße
    Marcel